Für unseren Sardinien-Urlaub haben wir uns Santa Maria Navarrese an der Ostküste als Ausgangspunkt ausgesucht – und das war für uns genau die richtige Entscheidung.

Wir wollten nicht einfach nur zwei Wochen am Strand liegen, sondern die Gegend auch zu Fuß entdecken, unterschiedliche Buchten sehen, zwischendurch ins Meer springen und trotzdem genügend Zeit zum Entspannen haben.

Genau für diese Mischung hat die Region richtig gut funktioniert. An einem Tag ging es auf eine längere Wanderung, am nächsten an den Strand und zwischendurch blieb auch genügend Zeit, einfach einmal nichts zu tun.

Rückblickend war es vor allem diese Abwechslung, die uns so gut gefallen hat: Wandern, türkisfarbenes Meer, kleine Buchten, gutes Essen und immer wieder neue Eindrücke entlang der sardischen Ostküste.

Piscine Naturali di Monte Ferru

Unser erster Ausflug führte uns zu den Piscine Naturali di Monte Ferru.

Die natürlichen Wasserbecken zwischen Felsen und Vegetation waren ein schöner Einstieg in den Urlaub und gleichzeitig etwas ganz anderes als die klassischen Strände Sardiniens.

Die Wanderung kombinierten wir mit Badestopps an der Spiaggia di Coccorocci und am Su Sirboni. Gerade diese Mischung aus Wandern, Natur und Meer machte den Tag zu einem perfekten Start in unseren Urlaub.

Von Cala Fuili zur Cala Luna und wieder zurück

Eine der größeren Wanderungen führte uns von Cala Fuili zur Cala Luna – und anschließend den gesamten Weg wieder zurück.

Der Weg verläuft durch die typische felsige Landschaft der sardischen Ostküste und bietet unterwegs immer wieder schöne Ausblicke auf das Meer. Allein der Weg zur Bucht ist bereits ein Erlebnis.

Ziel war die Cala Luna mit ihrem Strand und den markanten Felswänden. Nach einer ausgiebigen Pause ging es auf demselben Weg wieder zurück nach Cala Fuili.

Spätestens auf dem Rückweg merkt man dann, dass diese Tour doch deutlich mehr ist als ein kurzer Spaziergang zur nächsten Bucht. Für uns war sie definitiv einer der sportlicheren Tage des Urlaubs.

Cala Goloritzé – der schönste Strand der Welt?

Natürlich durfte auch die Cala Goloritzé nicht fehlen.

Sie wurde 2025 im Ranking „The World’s 50 Best Beaches“ auf Platz 1 gewählt – entsprechend groß waren unsere Erwartungen.

Die Wanderung hinunter zur Bucht ist auf jeden Fall beeindruckend. Auch die Kulisse mit den hohen Felsen, dem klaren Wasser und der markanten Felsnadel direkt an der Küste hat einiges zu bieten.

Aber: Der schönste Strand der Welt?

Für unseren Geschmack gibt es durchaus noch schönere Strände. Vielleicht waren unsere Erwartungen durch die Auszeichnung einfach etwas zu hoch. Dadurch waren wir von der Cala Goloritzé sogar ein wenig enttäuscht.

Schlecht ist sie natürlich keineswegs. Allein die Wanderung und die Landschaft machen den Ausflug sehenswert. Und was man auf dem Hinweg hinunterläuft, muss man anschließend natürlich auch wieder hinauf.

Für die nötige Belohnung sorgte dafür auf dem Rückweg ein richtig leckeres Eis in Baunei. Damit war der Tag dann doch ziemlich rund.

Strandwanderung nach Arbatax

Etwas gemütlicher war unsere Strandwanderung nach Arbatax.

Der Weg führte nicht nur am Meer entlang, sondern auch durch einen schönen Pinienwald. Dazu kommt mit dem Canale Baccàsara noch einmal eine ganz andere Landschaft, sodass sich Strand, Wasser und Pinienwald immer wieder abwechseln.

Nach den felsigeren und anstrengenderen Wanderungen war das eine angenehme Abwechslung. Statt steiler Bergwege stand hier einfach die Küste im Mittelpunkt und wir konnten die Umgebung noch einmal aus einer anderen Perspektive kennenlernen.

Strandtage an Cea und Spiaggia di Bucca e Strumpu

Natürlich sollte der Urlaub nicht nur aus Wanderungen bestehen.

Zwischendurch verbrachten wir deshalb auch einige entspannte Strandtage an Cea und der Spiaggia di Bucca e Strumpu.

Genau diese ruhigeren Tage waren nach den längeren Touren der perfekte Ausgleich: einfach Strand, Meer, Sonne und einmal kein großes Tagesprogramm.

Das absolute Highlight: Mit der Federica entlang der Küste

Den besten Ausflug hatten wir uns tatsächlich bis fast zum Schluss aufgehoben.

Am vorletzten Urlaubstag ging es vom Porto Turistico in Santa Maria Navarrese mit der Federica auf eine Ganztages-Bootstour entlang der Küste.

Und diese Tour war für uns ganz klar das absolute Highlight des Urlaubs.

Vom Wasser aus zeigt sich die Küste noch einmal komplett anders. Steile Felswände fallen direkt ins Meer ab, dazwischen verstecken sich kleine Buchten und Strände und das Wasser leuchtet teilweise in einem unglaublichen Türkis.

Unter anderem machten wir Halt an der Cala Mariolu und der Cala dei Gabbiani.

Hier fanden wir dann genau das Sardinien, das man von den typischen Bildern kennt: türkisfarbenes Wasser, wunderschöne Strände und kleine helle Kieselsteine, die teilweise fast wie Perlen wirken.

Natürlich blieb auch genügend Zeit zum Baden und Genießen.

Ein weiterer Stopp führte uns zur Grotta del Fico, bevor es anschließend weiter entlang der beeindruckenden Küste ging.

Perfekt gemacht wurde der Tag durch die köstliche Verpflegung an Bord. Wir mussten uns eigentlich um nichts kümmern und konnten die Landschaft, das Meer und die verschiedenen Stopps einfach genießen.

Nach den vielen Kilometern, die wir in den Tagen davor zu Fuß zurückgelegt hatten, war es außerdem richtig angenehm, die Küste zum Abschluss einmal ganz entspannt vom Boot aus zu erleben.

Wenn wir einen Ausflug aus diesem Urlaub noch einmal machen würden, dann definitiv diese Bootstour.

Unser Fazit

Von den Piscine Naturali di Monte Ferru über die Wanderungen zur Cala Luna und Cala Goloritzé bis zu entspannten Strandtagen an Cea und der Spiaggia di Bucca e Strumpu waren die zwei Wochen unglaublich abwechslungsreich.

Und obwohl mit der Cala Goloritzé sogar der laut einem Ranking „schönste Strand der Welt 2025“ auf unserem Programm stand, waren es am Ende andere Erlebnisse, die uns noch besser gefallen haben.

Allen voran natürlich die Ganztages-Bootstour mit der Federica: Baden an türkisfarbenen Traumstränden, die beeindruckende Küste vom Wasser aus, die Grotta del Fico und dazu richtig gutes Essen an Bord – für uns der perfekte Höhepunkt des Urlaubs.

Sardinien war für uns damit kein klassischer Badeurlaub, sondern genau die Mischung, die wir uns gewünscht hatten: Wandern, Natur, gutes Essen, wunderschöne Buchten und ganz viel Meer.