Vasaloppet 2014

Vasalauf aus der Sicht meiner Betreuer

Filed in News, Vasaloppet 2014 by on 9. März 2014

Meine Betreuerin Sabine schildert die Ereignisse am Renntag:

Damit wir rechtzeitig zum Öffnen der Startgatter der 10 Startgruppen und der Elitestartgruppe um 5.30 Uhr präsent waren, mussten wir um 2 Uhr früh aufstehen. Ich glaube so früh bin ich in meinem Leben noch nie aufgestanden – höchstens ins Bett gegangen! :-)
Da Matthias beim König-Ludwig-Lauf dieses Jahr leider die Qualifikation für die Elitestartgruppe beim Vasalauf knapp verpasst hatte, startete er aus Startgruppe eins, in der sich etwa 450 Läufer befanden. Er konnte seine Ski dann glücklicherweise ganz vorne in seiner Startgruppe platzieren (das ist immer ein wahnsinniges Gerangel und Geschiebe) und somit direkt hinter den 250 Läufern der Elitestartgruppe loslaufen. Den Start um 8 Uhr konnten wir leider nicht live verfolgen – da waren wir nämlich schon im Auto auf dem Weg zur ersten Versorgungsstation. Insgesamt haben wir Matthias auf der Strecke 4 mal gesehen und konnten ihm etwas zu trinken geben – einmal haben wir Ihn wohl knapp verpasst.
Gleich beim ersten Mal Versorgen ist uns fast das Herz stehen geblieben. Matthias hat sich bei mir in voller Fahrt etwas zu Trinken abgeholt und dabei ungewollt an seinem Stock den “Öffnen” Mechanismus ausgelöst. Der Stock ist daraufhin in hohem Bogen weggeflogen. Glücklicherweise hatte sein Papa die Ersatzstöcke und nicht ich und er stand etwa 100 m weiter die Strecke runter, sodass er gleich einen neuen Stock bekam. Hätten wir uns vorher anders entschieden und ich die Stöcke bei mir gehabt….nicht auszudenken! Aber insgesamt haben wir richtig gut gearbeitet und das Glück war dann auch auf unserer Seite. :-)
Beim Verpflegen hatten wir natürlich keine Zeit die Läufer vor Matthias zu zählen, aber wir hatten beide das Gefühl, dass er super gut dabei ist und wohl knapp bei den ersten 200 mitläuft. Als Matthias mir dann im Ziel erzählt hat, als ich ihn ziemlich fertig aber glücklich gefunden habe, dass es für den 132. Platz gereicht hat, war ich erst mal sprachlos!!! Damit hatte niemand gerechnet – erst recht nicht nachdem er nicht in der Elitegruppe starten durfte! Sein sehr hochgestecktes Ziel unter die ersten 150 von 15.800 Starten zu kommen hat er also erreicht und ist überaus zufrieden. Auch seine Laufzeit ist mit 4 Stunden 29 Minuten und 30 Sekunden nicht mal 15 Minuten hinter dem norwegischen Sieger (Katastrophe für die Schweden!) John Kristian Dahl (4:14:33) wirklich richtig gut – Gratulation zu dieser Leistung!!!

Mein erster Vasaloppet

Filed in News, Vasaloppet 2014 by on 3. März 2014

Der Start beim Vasalauf war für mich ein Wechselbad der Gefühle.
Der Vasaloppet welcher seit 1922 ausgetragen wird und dieses Jahr zum 90. Mal stattfand faszinierte mich schon als kleines Kind.

Der Entschluss, dass ich 2014 starten werde ist letztes Jahr in Norwegen beim Birkebeiner Rennen gefallen, allerdings ist meine Freude sehr schnell verflogen, da bereits nach 10 Minuten alle 15.800 Startplätze ausverkauft waren und ich keinen bekommen hatte.

Ich musste bis in den Spätherbst warten, bis ich endlich einen Startplatz bekommen konnte. Überglücklich wurde meine Freude auf dieses jährliche Großereignis, bei dem 2014 die Sieger der letzten 12 Jahre am Start sein sollten, wieder getrübt, da ich ganz knapp die Qualifikation für die Elite verfehlt hatte und nun in der 1. Gruppe starten musste. 250 Elite Starter vor mir, den Kampf mit weiteren 450 Startern in meiner Gruppe, sowie die Gewissheit, dass die Spur aufgrund der Schneesituation nach wenigen 100 Metern auf 15 Spuren zusammen geht, machte die Situation extrem schwierig. Mein Ziel Top 150 (Elite) rückte also in aussichtslose Sphären, dennoch wollte ich mich nicht entmutigen lassen und ich habe mit meinen beiden Betreuern Rudolf und Sabine alles mögliche getestet und versucht. Die Tipps von meinem Freund und Trainer Thomas Steurer erwiesen sich im Nachhinein betrachtet als Goldwert.

Der Renntag begann um 2:00 Uhr in der Früh mit dem erbarmungslosen Läuten von 3 Weckern, damit wir ja nicht verschlafen konnten! Die Fahrt zum Start wurde zur Nervenprobe, da wir nicht wussten, wie viel Verkehr sein würde und ob wir rechtzeitig am Start sein würden. Um 5:30 gingen die Startboxen auf und natürlich wollte jeder ganz vorne in der Startgruppe stehen. In dieser Situation sollte ich auch noch mein Frühstück runterwürgen – ich musste!

Um 5:00 am Start, bot sich uns eine unfassbare Menschenmenge, welche bereits an allen Startgruppen auf den Einlass wartete. An dieser Stelle ein Lob an die Veranstalter, alles lief in Perfektion und Ordnung ab! Ich hatte an diesem Tag zum ersten Mal Glück und konnte mich relativ gut in der Startgruppe 1 aufstellen – das Rennen konnte beginnen!

Um 8:00 erfolgte der Start, neben unzähligen Topathleten startete auch der Kronprinz Frederik von Dänemark. Ich hatte unfassbares Glück auf den ersten 500 Metern und konnte mehrmals Kollisionen unmittelbar vor mir gerade noch so ausweichen. Mit dem schweren, 2 Kilometer langen Anstieg zu Beginn beruhigte sich das Feld ein wenig.
Oben angekommen blickte ich völlig erschöpft auf das Schild 87 km bis Mora! Da ich beschlossen hatte ohne Steigwachs zu starten musste ich natürlich auch diesen Berg hochschieben. Meine Arme schmerzten, meine Lunge brannte und mir kamen zum ersten Mal große Zweifel, ob ich weitere 87! Kilometer Doppelstock-Schieben kann.

Das Rennen nahm seinen Lauf und schon recht bald waren die ersten 20 km geschafft. Ich kämpfte mich einen Platz nach dem anderen nach vorne, wie man hier recht gut sehen kann.

Die kompletten 90km waren spannend, als ich meinen Stock verloren hatte, habe ich meinen Traum schon abgehackt, aber auch hier sollte es noch nicht vorbei sein und wenige Momente später reichte mir mein Vater Ersatz.

Ich hatte außerdem die Beste Sicht auf den Kampf um den Sieg bei den Damen. Kurz vor dem Bergsprint Evertsberg konnte sich die Norwegerin Laila Kveli (Team Centric) von ihren beiden Kontrahentinnen aus Schweden Britta Johansson Norgren und Annika Löfström (beide Team Ski Pro Am) ein wenig absetzen. Laila Kveli musste noch hart um den Sieg kämpfen, konnte sich aber Schlussendlich nach 2013 auch heuer wieder den Sieg sichern. Bis ins Ziel konnte ich mich dann noch von der schnellen Norwegerin distanzieren und einen kleinen Abstand von 2min 30 heraus holen.

Auf den letzten Kilometern ins Ziel motivierten mich meine Leute und die Freude auf die Zielgerade mit Ziel mitten in Mora mit mehreren Tausend begeisterten Zuschauern. So ließ ich mich die letzten Meter von der johlenden Menge ins Ziel tragen. Mit nicht mal 15 Minuten Rückstand auf den Sieger aus Norwegen John Kristian Dahl und dem völlig überraschenden 132. Platz bin ich überglücklich und habe mein schon fast aus den Augen verlorenes Ziel erreicht!

Der Vasaloppet hat für uns alle gehalten was er so schön auf schwedisch verspricht:

DRÖMMEN, UTMANINGEN, ÄVENTYRET!
(Traum, Herausforderung, Abenteuer)

Bilder Vasalauf 2014

Filed in Bilder, News, Vasaloppet 2014 by on 2. März 2014

132. Platz beim Vasaloppet

Filed in News, Vasaloppet 2014 by on 2. März 2014

Im Ziel und überglücklich!
Mein persönliches Ziel Top 150 habe ich erreicht.
Da ich nicht im Eliteblock starten konnte war es sehr schwer dieses hochgesteckte Ziel zu erreichen, aber dank der hervorragenden Betreuung durch Papa Rudolf und Sabine ist mir ein hervorragendes Rennen geglückt und ich wurde mit Platz 132. von über 16.000 Starter belohnt.

In den nächsten Tagen werde ich noch mehr zum Rennen schreiben, jetzt bin erst mal froh, dass alles vorbei ist!

Vasa in 12 Stunden ist Start

Filed in News, Vasaloppet 2014 by on 1. März 2014

Nun ist alles getan, was in an Vorbereitung nötig war.
Meine Betreuer (Rudolf und Sabine) haben unglaublich viel gearbeitet und mir geholfen.

Morgen um 2:00 in der Früh müssen wir aufstehen, damit wir alles bis zum Start um 8:00 schaffen.
Die Anreise und der Kampf um den Startplatz wird noch ziemlich hart, ganz zu schweigen von den 90km Wettkampf.

drückt mir und meinen Betreuern bitte die Daumen!
Hier könnt ihr das Rennen live mitverfolgen:
http://www.swixskiclassics.com/